29.06.2026

„Mentoring soll Brücken bauen“

Mentoring-Programm MeBeSt endet für zehn Frauen mit Fluchtbiografie mit feierlicher Zertifikatübergabe

Rheine, 23. Juni 2026 – Der erste Durchlauf des Mentoring-Programms MeBeSt endete am Dienstag im KUBUS Tagungshaus in Rheine mit einer feierlichen Zertifikatsübergabe und einem Rückblick auf die erfolgreiche Projektzeit. Zehn Monate lang haben die zehn Mentees und elf Mentorinnen zusammengearbeitet und große Erfolge in der beruflichen Orientierung und Arbeitsmarktintegration erzielt.

Die Projektkoordination erfolgte in einer Zusammenarbeit des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Münsterland und dem jobcenter Kreis Steinfurt. Das Ziel für die vielseitig qualifizierten Frauen mit Fluchtbiografie aus der Ukraine und Afghanistan war es, den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Und das ist geglückt! Denn eine Vielzahl der Teilnehmerinnen verlässt das Projekt mit einem aktiven Arbeitsvertrag.

Die Projektleiterin des Kompetenzzentrums Julia Wedderkopf eröffnete die Veranstaltung mit einem Dank an alle Teilnehmerinnen für ihr Engagement. „Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig persönliche Begleitung, gegenseitiges Vertrauen und gelebte Netzwerke für eine erfolgreiche berufliche Integration sind.“

In ihrem Grußwort betonte Sabrina Veer, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Steinfurt, dass Mentoring bedeutet, Brücken zu bauen: „Es zählt nicht nur die Bereitschaft, neue Wege zu denken, sondern sie auch zu gehen!“. Der anschließende Impulsvortrag zum Thema Resilienz von Nadine Pantel, International Talent Guide der FH Münster, gab den Mentees wertvolle Anregungen für ihren weiteren Weg. Anhand der Bambusmetapher verdeutlichte sie, wie wichtig Flexibilität und Anpassungsfähigkeit im Umgang mit Herausforderungen sind.

Im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung standen auch die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Mentorinnen. „Das Programm hat mir geholfen, anzukommen“, berichtete eine Mentee. Aber auch die Mentorinnen konnten jede Menge von ihren Mentees lernen, zum Beispiel über die Arbeitskultur.

Mit der Übergabe der Zertifikate durch Tanja Schmidt, Vorständin des jobcenters Kreis Steinfurt, Simon Chiv, Stabstelle Markt und Integration des jobcenters, sowie Julia Garbas und Julia Wedderkopf vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf wurden allen Teilnehmerinnen ein großer Dank für ihr Engagement ausgesprochen.

Auch wenn das Programm offiziell endet, die geknüpften Kontakte bleiben bestehen. „Viele haben uns zurückgemeldet, dass sie auch weiterhin die regelmäßige Tandemarbeit fortführen werden“, so die Projektkoordinatorin für Mentoring des Kompetenzzentrums Julia Garbas.

Die beste Nachricht des Tages war jedoch: Ein zweiter Durchgang ist bereits in Planung.